500 Jahre „Das große Rasenstück“
1503 malt Albrecht Dürer ein Stück Rasen mit Gräsern und Kräutern.
Die meisterhaft naturalistische Ausführung erregt als Abbild einer „banalen“ Wirklichkeit
Bewunderung. Ob Dürer damit einen real gewachsenen Rasen darstellte oder
sich die Vegetation komponierte, kann die Kunstgeschichte nicht nachweisen.
In seiner Verschmelzung von Kunst und Natur, Idee und Aussage, Wirklichkeit
und zeichnerischer Umsetzung wurde „Das große Rasenstück“ zum
Synonym für Dürers künstlerische Intention. „Warhafftig
steckt die kunst inn der natur, wer sie herauß kann reyssenn, der hat
sie“, formulierte Dürer in seinen theoretischen Schriften.
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