Vorträge
Wissenschaftler in Dürers Werkstatt: Genau dort, wo der Meister einst in Nürnberg Werke von Weltruf schuf, bieten führende Dürer-Experten Informatives zum Thema Albrecht Dürer, seiner Malerei und dem berühmtesten Rasenstück der Welt. Eintritt pro Vortrag inkl. Museumsbesuch 4 €, für alle Vorträge 10 €.
Samstag, 2. August 2003, ganztägig von 10 bis 18 Uhr
Albrecht-Dürer-Haus,
Albrecht-Dürer-Straße 39
Das Vortragsprogramm im Einzelnen:
10 Uhr
Prof. Dr. Ernst Rebel (München):
Dürers große Kleinigkeiten
Dürers Motivwahl war ungewöhnlich. So waren es gerade die Kleinigkeiten wie ein Stück Rasen oder seine Tierdarstellungen, die es zu Weltruhm brachten. Dürer ist zwar nicht der Erfinder der Naturstudie, sicher aber deren Vollender und Neuerer.
Prof. Dr. Ernst Rebel, geb. 1949, Professor für Kunstgeschichte und ihre
Didaktik am Department Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität
München. Veröffentlichungen zur Geschichte der druckgrafischen Techniken,
Albrecht Dürer, Kunst und Kunstwissenschaften in München um 1900.
11 Uhr
Anna Scherbaum M.A. (Bamberg):
Das „große Rasenstück” und „Madonna mit den vielen Tieren”
++ VORTRAG AUSGEFALLEN ++ VORTRAG AUSGEFALLEN ++ VORTRAG AUSGEFALLEN ++
Zwei Naturstudien Dürers feiern Geburtstag.
Dr. des. Anna Scherbaum, geboren 1968 in Würzburg. Studium der Kunstgeschichte
und Neueren Deutschen Literatur in München und Berlin. Betreute von 1995-2002
die Dürer-Sammlung Otto Schäfer in Schweinfurt. Seit 2003 Museumspädagogin
am Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg
(KpZ).
14 Uhr
Matthias Mende (Nürnberg):
1503: Dürers erste Werkstatt
Die Einrichtung einer Werkstatt und damit die Möglichkeit, Gesellen und Gehilfen einzustellen, bedeutete den Anfang der „Unternehmertätigkeit“ Dürers.
Matthias Mende, geboren 1937 in Berlin. Studium der Kunstgeschichte und Klassischen
Archäologie in Leipzig, Erlangen und Köln. 1965 bis 1970 am Germanischen
Nationalmuseum Nürnberg. 1971 bis 1993 Stellvertreter des Direktors der
Stadtgeschichtlichen Museen Nürnberg. Ab 1994 Leiter der Grafischen Sammlung
der museen der stadt nürnberg. Seit 2003 im Ruhestand.
15 Uhr
Prof. Dr. Johann Konrad Eberlein (Graz):
Dürer und Franken – Fränkische Vorbilder in Dürers Druckgrafik
Wie stark hat sich Dürer von seiner Heimat inspirieren lassen?
Tragen
nicht seine Landschaften oft fränkische Züge?
Prof. Dr. Johann Konrad Eberlein, Institut für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität
Graz, geboren 1948 in Nürnberg. Nach dem Studium der Kunstgeschichte,
Geschichte und Klassischen Archäologie in Erlangen, München, Freiburg
und Bonn Promotion 1978 in Würzburg, Habilitation 1992 in Kassel. Lehrtätigkeit
seit 1985 in München, Frankfurt, Innsbruck, Kassel, Graz, Bern und Salzburg.
Seit WS 1998/99 Universitätsprofessor in Graz.
16 Uhr
Anna Bartl M.A. (Basel):
Farben, so kostbar wie Gold – Albrecht Dürer und das Malerhandwerk
Welche Techniken benutzte Dürer? Das Beschaffen und Mischen der Farben war ebenso aufwändig wie teuer und gibt heute Aufschluss über das Alter von Kunstwerken.
Anna Bartl, Jahrgang 1958, Studium der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität
München. Ausbildung zur Restauratorin am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg,
seit 1998 Leiterin der Restaurierungsabteilung des Historischen Museums Basel.
17 Uhr
Dr. Rainer Schoch (Nürnberg):
Dürers Sternkarten
Dürer druckte 1515 die ersten Karten des nördlichen und südlichen Sternenhimmels überhaupt. Die beiden Holzschnitte belegen Dürers Rang als gelehrter humanistischer Künstler.
Dr. Rainer Schoch, Jahrgang 1943, Kunsthistoriker. Studium in München,
Wien, Heidelberg und Karlsruhe. Seit 1981 Leiter der Graphischen Sammlung am
Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg.
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